Aktuelle Berichte
Bilder von der gemeinsamen Herbsttagung von DMFK und MFB 2009
CPT-Auszubildende blockieren NATO-Militärbasis
Im Oktober 2009 machte der neue DMFK-Friedensfreiwillige Marius van Hoogstraten eine vier-wöchige Ausbildung mit Christian Peacemaker Teams in London. Er und 7 weiteren CPT-Trainees und einem Mitglied von London Catholic Workers blockierten am 7.10. die Eingänge zum Northwood-Militär-Hauptquartier und hielten dort eine Abendmahlsfeier ab. Damit protestierten sie gegen die Fortsetzung der Okkupation Afghanistans durch US- und NATO-Streitkräfte. Es war das 8. Jahrestag der Invasion.
Die beiden anwesenden pensionierten Pastoren, Robert Philip and Inger Styrbjörn, teilten Brot und Wein aus und luden auch die Torwächter und Geheimdienst-Arbeiter ein, mitzufeiern. „Wir laden Menschen ein, die Bombardierung zu beenden und mit uns am Tisch des Herrn zu sitzen“, sagte David Moss aus Kalifornien. Dann betete die Gruppe und wies den Geist des Militarismus, der Aggression und Gewalt zurück. Nach etwa einer halben Stunde wurden sie von der Polizei abgeführt, jedoch ohne Verhaftung.
Nach acht Jahren Krieg gibt es immer noch keinen Frieden in Afghanistan und mehrere NATO-Staaten sprechen davon, den Konflikt zu intensivieren. Dem UN-Missionsbericht für Afghanistan zufolge sind Tausende von Zivilisten durch die Luftangriffe getötet worden. Gleichzeitig wird der vom Westen unterstützten Karzai-Regierung Korruption vorgeworfen. Experten beklagen, dass die Wiederaufbauarbeit des NATO im Stocken geraten ist.
“Alle wissen, wie diese Okkupation zu Ende gehen wird”, sagte Marius van Hoogstraten. „Sie wird mit Verhandlungen und Truppenabzug beendet. Man kann nicht eine Okkupation ‚gewinnen’ – sie wird entweder beendet oder sie setzt sich fort. Solange sie weitergeht, werden schuldlose Afghanen sowie Kämpfer auf allen Seiten leiden und sterben.“
Oktober 2009 unterhält CPT seine erste Ausbildung auf europäischem Boden. Die acht Trainees kommen aus Schweden, Deutschland, den Niederlanden, den USA und Großbritannien. Siehe www.cpt.org
Übersetzung: J. Jakob Fehr, fehr@dmfk.de
Friedensarbeit in Germany -
Hilfe für amerikanische Kriegsdienstverweigerer
Von Frank Wairer
Der US-Soldat André Shepherd hat in Deutschland Asyl beantragt, um nicht wieder zu seiner Einheit im Irak zurückkehren zu müssen. Der Kriegsdienstverweigerer Agustín Aguayo wurde von einem US-Militärgericht in den Leighton-Barracks in Würzburg zu achtmonatiger Haft verurteilt. Der Panzersoldat Clif Hicks wurde zum Pazifisten, nachdem er einen irakischen Gegner erschossen hatte.
Gemeinsam ist ihnen, dass sie Hilfe beim "Military Counseling Network" (MCN) in Bammental bei Heidelberg suchten und fanden. Junge Mennoniten aus den Vereinigten Staaten, überzeugte Pazifisten, arbeiten dort als Berater für Soldaten und Soldatinnen, die weitere Kampfeinsätze verweigern und aus der US-Armee ausscheiden wollen.
Das MCN, mit Beginn des Irakkrieges 2003 gegründet, ist ein Arbeitszweig des "Deutschen Mennonitischen Friedenskomitees". Die reformierte Freikirche der Mennoniten vereint in Deutschland rund 40000 Christen. 2008 erhielt das MCN von der Evangelischen Arbeitsgemeinschaft zur Betreuung der Kriegsdienstverweigerer (EAK) den Friedrich-Siegmund-Schultze-Preis für gewaltfreies Handeln.
Frank Wairer hat mit Beratern und Angehörigen der US-Armee gesprochen. Sein Beitrag führt in das Ausland mitten in Bayern: in die Welt der amerikanischen Militärbasen, von denen aus Soldaten in den Krieg geschickt werden. Von einem Friedensarbeiter hat er erfahren, dass Mennoniten für zwei Dinge zuständig seien: "Für den Frieden und die Schokolade im Leben!"
PODCAST vom 26.04.09 beim Bayerischen Runfunk anhören
Bericht von einem Besuch in Palästina
Die Pflicht, sich mit dem Bösen auseinanderzusetzen: Eine Kritik von R2P („Schutzpflicht“) aus der Sicht der historischen Friedenskirchen ![]()
Vortrag gehalten bei der Church and Peace-Regionaltagung in Ammerdown (England) am, 20.07.2008. Auf Wunsch hier auch die englische Version "Responsibility to Confront Evil
"